Wie viel Pop darf Punk? Wie viel Poli­tik verträgt eine anständige Party? Wenn es nach Radio Havanna geht: Eine Menge! Das Berliner Quar­tett lotet auf seinem neuen Album die Sphären zwis­chen Antifa und Amüse­ment, zwis­chen Pogo und Pop aus. „Unsere Stadt Brennt“ ist dabei nicht nur ein flam­mendes Fanal für die Unver­söhn­lichkeit mit dem Zus­tand unserer Gesellschaft, son­dern auch ein hym­nis­ches Mon­ster, eine umw­er­fende Par­ty­platte, deren Refrains sprich­wörtlich ins Herz schießen! Dabei machen Radio Havanna bere­its seit Jahren deutsche Büh­nen unsicher. Ange­fan­gen als wütende Thüringer Prov­inz­teenager hat sich die – inzwis­chen nach Berlin umge­zo­gene – Band zu einer der wichtig­sten poli­tis­chen Sprachrohre der jun­gen Rock­musik­szene Deutsch­lands entwick­elt. Ins­beson­dere ihr drittes Album „Lauter Zweifel“ (2010) sowie der Nach­fol­ger „Alerta“ (2012) wur­den begleitet von ein­fall­sre­ichen und ungewöhn­lichen Aktio­nen: Radio Havanna sam­melten tausende Euro für die Hil­f­sor­gan­i­sa­tion „Oxfam“, organ­isierten öffentlichkeitswirk­same Kam­pag­nen für „Free Pussy Riot“, „Kein Bock Auf Nazis“ und viele weit­ere linke Organ­i­sa­tio­nen, arbeit­eten musikalisch mit Jim Lind­berg (Pen­ny­wise) zugun­sten der „Skate Aid“ Stiftung zusam­men und nah­men mit Justin Sane (Anti-​Flag) den Protest­song „Flüstern, Rufen, Schreien“ auf. Das unbändige Engage­ment Radio Havan­nas in ins­ge­samt über 400 Konz­erten blieb auch den musikalis­chen Riesen der Szene nicht ver­bor­gen – was ihnen in den ver­gan­genen Jahren eine USA-​Tour sowie unzäh­lige hochkarätige Support-​Shows mit den Toten Hosen, Anti-​Flag aber auch No Use for a Name und Lag­wagon ein­brachte. Radio Havanna nutzen diesen Rück­en­wind und sind bere­its ab Dezem­ber 2014 auf Album­tournee, auf der sie „Unsere Stadt Brennt“ deutsch­landweit vorstellen werden.

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